JOBZ

CREATIVE & FOUNDER

Design. Produktion. Techpacks. Materialbeschaffung. Onlineshop. Texte. Bilder. Allokation. Jede Entscheidung trägt meine Handschrift. Jede trägt meine Verantwortung. Das ist das Fundament einer einzigen Überzeugung: Wer die Qualität kontrollieren will, muss die Entscheidungen treffen. Jeder Fehler ist der eigene. Jedes Ergebnis auch.

Eigenregie ist keine Einschränkung. Sie ist die einzige Bedingung, unter der das Artefakt entstehen konnte, das die Magvely 50 geworden ist. Wer alles verantwortet, kann nichts verwässern lassen. Was dabei herauskommt, ist unverwechselbar — weil es aus einer einzigen Quelle stammt.

Es lagen Nächte darin, in denen alle Samples auf dem Tisch ausgebreitet waren. Sechs Konstruktionen über Monate. Jede mit etwas Richtigem. Jede mit etwas, das noch nicht stimmte. Ich setzte chirurgisch zusammen, was noch fehlte — bis die Revisionen den Produzenten langsam an die Grenze brachten. Das ist das Portrait einer Methode, die keine andere kennt als die totale Kontrolle über das Endresultat. Perfektion ist ein Anspruch an mich selbst — und an die Menschen, die diese Sprache sprechen.

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Entwicklung der Magvely 50

VOR ORT

ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN

Ich war 22. Es war Anfang 2025. 19 Stunden Flugstrecke — allein, nach Guangzhou. Fabriken in Deutschland, Italien und Portugal hatte ich zuvor kontaktiert. Keine konnte die Magvely 50 so umsetzen, wie sie sein musste. Die anderen verlangten Preise, die ich alleine nicht stemmen konnte. Guangzhou war die einzige ehrliche Antwort — weil dort die weltgrößten Stoffmärkte sind. Und weil dort die Materialien lagen, nach denen ich suchte.

Das Perpetual Ocean Nr. 9 Velours. Das Hightech-Mikrofaserleder in Sapphire Noir, das im Sonnenlicht das Licht bricht. Kein anderer Ort der Erde hatte beides. Was ich nicht erwartet hatte: die Stadt selbst. Guangzhou ist leuchtende Wolkenkratzer neben wunderschöner Natur neben traditionellen Gebäuden, in denen Design und Handwerk noch eine Rolle spielen.

Genau diesen Flavour — Funktion, neue Technik, alte Tradition in perfekter Symbiose — haben wir bei uns verloren. Ich habe ihn mitgenommen. In jedem Zentimeter der Magvely 50 steckt diese Überzeugung: Die besten Einflüsse aus allen Welten zusammenzubringen macht das Ergebnis erst perfekt. Es gibt keine einzige Schiene — der Zusammenschluss macht es vollständig.

Auf der Bettkante des Hotelzimmers lagen alle missglückten Samples ausgebreitet. Jedes einzelne hatte etwas Richtiges. Ich setzte chirurgisch die Teile zusammen. Einen einzigen Tag hatte ich dafür.

Ich wählte den Namen „jobz" als das Echo einer Haltung, die ich in der Biografie von Steve Jobs zum ersten Mal als meine eigene begriffen hatte. Es ist die Artikulation einer Weltsicht, die das Dasein durch die kompromisslose Linse des Designs versteht — und im Perfektionismus ihre einzige Redlichkeit findet.

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Herkunft des Künstlernamens

ZWISCHEN

ZWEI WELTEN

1953 öffnete auf dem Kuhberg in Ulm eine Schule, die lehrte, dass ein Objekt genau dann ehrlich ist, wenn es zeigt was es ist — ohne Ausrede, ohne Ornament. Die Hochschule für Gestaltung Ulm. Was dort gedacht wurde, wanderte über Jahrzehnte durch Designateliers, durch Fabrikhallen in Frankfurt, durch einen Schreibtisch in Cupertino — und hat die Formensprache unserer Zeit geprägt.

Ich wuchs in derselben Stadt auf. 23 Jahre zwischen Jungingen — Feldwege, Weite, der Ort an dem der Kopf leer wird — und Ulm. Münster, Pflaster, Geschichte. Der Kirchturm steht seit 1377, weil niemand aufgehört hat, daran festzuhalten. 513 Jahre Bauzeit. Albert Einstein, geboren 1879 in der Ulmer Bahnhofstraße, schrieb später: Die Stadt der Geburt hängt dem Leben an wie etwas ebenso Einzigartiges wie die Herkunft von der leiblichen Mutter.

chincheckgermany trägt diese Haltung in sich — aus dem Ort, an dem alles begann. Dasselbe Ulm. Dieselbe Überzeugung.

Die meisten Entscheidungen, die etwas verändert haben, sind auf Spaziergängen entstanden. Fernab vom Stadtlärm, in der Weite zwischen Jungingen und den Feldern drumherum — dort denke ich frei. Natur und Bewegung tun, was kein Schreibtisch kann. Richtungswechsel, Designentscheidungen, Momente der Klarheit: fast alle kamen beim Gehen. Der Kopf braucht Raum. Jungingen gibt ihn.

EINE KONSTANTEIN EINER REISE

OHNE STILLSTAND

Der Name ist die einzige Konstante in einer Entwicklung, die jedes Jahr eine andere wurde. Er hält die Herkunft sichtbar. Er macht den Abstand messbar — zwischen dem, was ich war, und dem, was ich heute entwerfe. Wer den Namen hört und dann das Artefakt in den Händen hält, versteht die Distanz. Und die Energie, die in ihr steckt.

Das Germany kam als Bekenntnis. Ein Versprechen an mich selbst: mit den besten Materialien der Erde arbeiten, von diesem Land aus, mit diesen Standards. Ulm. Derselbe Kuhberg, auf dem 1953 gelehrt wurde, dass ein Objekt zeigt was es ist.

Ich sage CC. Cee-Cee. Zwei Buchstaben, ein Klang — das Monogramm einer Haltung, die für sich spricht.

Der Markenname trägt die Anfangszeit in sich. Er ist der Punkt, von dem aus alles begann — und von dem aus sich alles entwickelt hat.

jobz,

CC